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Densitometer, Colorimeter und Spektralphotometer

Immer wieder taucht die Frage auf, wo der Unterschied und die Stärken der einzelnen (Farb-) Messgeräte ist.

Menschen erfassen Farbe mit 3 Komponenten: Sättigung (blass...), Helligkeit (hell...) und Farbton (Orange). Wir beschreiben eine Farbe also als blass-helles Orange.

Ein Densitometer misst davon nur eine einzige Komponente, die Helligkeit. In dem Sinne ist ein Densitometer also kein Farbmessgerät, sondern nur ein Hellikeitsmessgerät. Densitometer werden im Printbereich zum Messen von Filmschwärzung und zum Messen des Farbauftrags eingesetzt.

Ein Colorimeter geht hier deutlich weiter. Es zerlegt, wie der Mensch, das sichtbare Lichtspektrum in drei Komponenten: Rot, Grün und Blau. Es wird zur Kalibrierung von Monitoren eingesetzt.

Metamerieeffekt Der Mensch ebenso wie ein Colorimeter kann jedoch vom Umgebungslicht getäuscht werden. Es gibt Farben, die, um ein verständliches Beispiel zu nennen, bei Sonnenlicht rot aussehen, bei Glühlampenlicht jedoch grün. Man nennt das Metamerie.

Da bei der Profilierung und Kalibrierung von Druckausgabegeräten der Effekt des Lichtes erfasst werden muss, reicht hier ein Colorimeter nicht aus, es muss ein Spektralphotometer eingesetzt werden. Ein Spektralphotometer unterteilt das sichtbare Lichtspektrum in viele kleine Teilbereiche (heute meist mehr als 32), und ermöglicht es so, verschiedene Beleuchtungen zu simulieren.

Ein weiterer Vorteil ist, dass spektrale Messungen problemlos zum Beispiel in densitometrische Messungen umgerechnet werden können, so das sich für diese Geräte ein breites Anwendungsspektrum ergibt. Viele heute verkaufte Densitometer sind in Wirklichkeit Spektralphotometer mit reduzierter Software. Unbekannt ist vielen auch, dass Spektralphotometer auch zur Dichtemessung an Druckplatten eingesetzt werden können.

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© 2007 Rolf Gierling Multitools